Island in 8 Tagen - Kapitel I
Fernab vom Rest Europas liegt Island friedlich im Nordatlantik. Der warme Golfstrom macht das isländische Klima milder als in anderen Ländern desselben Breitengrades. Gerade im Sommer, der in etwa von Mitte Juni bis Mitte September reicht, kann das Thermometer in manchen Regionen sogar die 20°C Marke erreichen. Aufgrund der finanziellen Krise hat sich Island in den letzten Jahren stärker in Richtung Europa geöffnet. Die Preise sind für Urlauber leistbarer (obwohl im Vergleich noch immer teuer) und auch das Bewußtsein für den Tourismus erwacht langsam in der isländischen Gesellschaft.
Vorallem in den Sommermonaten findet der abenteuerlustige Urlauber alles, was sein Herz begehrt. Reitausflüge, Wanderungen, Kajak- und Raftingtouren, Walbeobachtungen, Gletscherbesichtigungen mit dem Schneemobil - das sind nur ein paar Beispiele der Möglichkeiten. Für einen Besuch Islands kann man sich gar nicht genug Zeit nehmen, leider ist gerade diese oft knapp. Island in 8 Tagen beschreibt eine Rundreise durch das Land mit viel Spontanität und Individualität, die Lust auf eine eigene Erkundung dieser einzigartigen Insel machen soll.
Erster Tag - Ankunft und erste Schritte
Fliegende Besucher aus dem Ausland bekommen alle denselben ersten Anblick von Island - den Flughafen von Keflavík. Er ist der einzige Flughafen in Island, auf dem internationale Maschinen landen. Nach einem etwa dreistündigen Flug und zweistündiger Zeitverschiebung (Island liegt auf der GMT und hat keine Sommerzeitumstellung) landen wir in der Früh und die Sonne scheint. Vom Flughafen geht es direkt zum Mietautoverleih, denn ohne eigenes Auto ist ein individuelles Vorwärtskommen in Island unmöglich.
Spontan fällt die Entscheidung Richtung Norden zu fahren. Über die gut befahrbaren Nebenstraßen geht es in Richtung Reykjavík und gleich daran vorbei, auf der Ringstraße weiter in Richtung der Halbinsel Snæfellsnes. Während der Fahrt genießen wir die ersten Eindrücke des Landes - vielfältige Landschaften und eine angenehme Abgeschiedenheit. Saftig grüne Wiesen und majestätische Berge wechseln sich mit faszinierenden Vulkanlandschaften ab.
Die Halbinsel selbst besticht mit ihrer einzigartigen Küstenlandschaft. Steil fallen die Felsen ab und bieten zahlreichen Vögeln einen idealen Nistplatz. Nach vielen neuen Eindrücken und einer langen Fahrt wird das kleine Dörfchen Stykkishólmur (mit über 1100 Einwohnern zählt es in Island jedoch zu den größten Ansiedelungen) als Endstation des Tages auserkoren. Der Campingplatz inmitten des Dorfes bietet grüne Wiesen und heiße Duschen. Nach einem schönen Essen in einem atmosphärischen Restaurant ist der erste Tag vorüber.
Zweiter Tag - Weiter in den Norden
Nach einem guten Frühstück aus der Dorfbäckerei geht es weiter in Richtung Nordosten. Erwünschtes Endziel für heute ist Akureyri, wir machen jedoch einen Umweg über die Halbinsel Vatnsnes. Dort kann man nämlich, entlang der Panorama-Küstenstraße, Robbenkolonien in ihrer natürlicher Umgebung beobachten. Tatsächlich erblicken wir vom Festland aus in der Ferne einige der scheuen Tiere. Entlang des Weges begegnen uns noch andere Vierbeiner, die in ganz Island zu Hause sind - die felligen Schafe und die zutraulichen Islandponys.
In Akureyri angekommen beziehen wir den nächsten Campingplatz und erkunden die Stadt. Obwohl zweitgrößte Stadt Islands, verfügt Akureyri über gerade mal knappe 17.000 Einwohner. Dementsprechend friedlich und überschaubar wirkt die Stadt auf uns. Der Ortskern ist zu Fuß schnell erkundet, auch der Hafen liegt in unmittelbarer Nähe. Zahlreiche Museen und Galerien weisen Akureyri als kulturellen Ort aus. In Erinnerung bleibt vor allem die moderne Kirche mit ihrer eindrucksvollen Lage auf einem Hügel. Das Wetter erweist sich auch hier im Norden als sehr freundlich - solange die Sonne scheint ist es angenehm warm. Allerdings ist dieser Umstand eine reine Glückssache, es kann hier auch stürmen und regnen. Deshalb genießen wir den schönen Sonnenuntergang und verbringen eine weitere Nacht auf isländischem Boden.
Weiter geht es bald in Kapitel Zwei...
Autor: Claudia Wrumnig | 31.08.2009 13:42


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